E02 "Suzanne"
Shownotes
Die Staffel zum Album "The Songs of Leonard Cohen" aus dem Jahr 1967 beginnt mit einem der größten Hits Cohens: Suzanne.
Doch bevor wir in dieser Episode auf den ersten Song eingehen, werden wir das Album zeitlich einordnen.
Christof holt dabei weit aus, denn ein Debüt Album hat in der Regel eine lange Vorgeschichte.
Danach widmen wir uns gemeinsam diesem unglaublich schönen Stück. Wir nähern uns dabei aber nicht nur dem Text, sondern ergründen die Arbeitsweise Cohens, denn Suzanne ist die Blaupause für sein komplettes Lebenswerk.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr hört Staffel eins zum Album The Songs of Leonard Cohen mit zehn Episoden zu zehn Songs.
00:00:11: Hallo Christoph,
00:00:12: hallo Rolf!
00:00:13: Ja wie das letzte Mal angedroht fangen wir heute an mit unserem ultimativen Leonard Cohen Podcast.
00:00:27: Wir begeben uns zurück ins Jahr So weit ich das weiß.
00:00:36: Und Leonard Cohen hat sein erstes Album im Auge und es ist vielleicht ganz nett, wenn wir nicht direkt mit Suzanne anfangen sondern einfach mal kurz über das Album selbst reden und vor allem darüber was Cohen denn in dieser Zeit gerade so gemacht hat.
00:00:55: und wenn wir dich schon haben dann musst du das jetzt einfach mal erzählen.
00:01:00: Was war denn da so los?
00:01:03: Bis es letztendlich zu diesem Album gekommen ist, dass ja praktisch für Leonard Cohen der Einstieg in die populäre Musik war, ist eigentlich relativ viel passiert und vieles ist von Leonard Cohen mittlerweile natürlich bekannt dank des immer weh weiter an wachsenden Internets und der auch immer größer werdenden Basisliteratur.
00:01:26: Aber es ist tatsächlich so, Lennart Kohn hat relativ lange gebraucht bis er seine Texte vertont hat.
00:01:36: Es ist bekannt dass er begonnen hat als Schriftsteller.
00:01:41: Er war in Montréal im Victoria Hospital und hat dann dort an der Westmont High School letztendlich seinen Schulabschluss gemacht den Jahr neunzehntfünfzig seine ersten Gedichte zu schreiben.
00:02:00: Das war auch die Zeit an der McGill University in Montreal tatsächlich Wirtschaft, Recht und auch Literatur studiert hat und hat in derzeit tatsächlich als siebzehnjähriger seine erste Band namens den Buckskin Boys gegründet.
00:02:17: Es war so eine typische Studentenboyband Und das war seine erste band in seinem, wie er es nannte, kreativen Schreiben an der McGill University.
00:02:30: tatsächlich, ... auch mit dem damaligen McNaughton-Preis ausgezeichnet worden und hat dann auch seinen Abschluss an der Magill University gemacht.
00:02:43: Und die ersten Gedichte sind dann auch tatsächlich als sogenannte Spoken Words.
00:02:49: In den letzten Jahren kamen wir zu einer sehr seltenen Schallplatte, die da hieß Six Montreal Poets.
00:02:58: D.h.,
00:02:59: der war ja einer von sechs und das ist ein sehr edles Album wie nüll.
00:03:06: Ich hatte Glück im Jahr two-thousand als es in Montreal eine sogenannte Leonard Cohn Convention an der McGill University gegeben hat, mir die dort tatsächlich für nicht wenig.
00:03:18: Geld.
00:03:18: Ich glaube, hundertfünfzig kanadische Dollar habe ich mir damals gekauft und bin froh, dass ich sie
00:03:22: habe.".
00:03:23: Und dort hört man das eher praktisch von seinem ersten Buch, das dann danach erscheinen sollte Let Us Compare Mythologies in den sogenannten McGill Poetry Series.
00:03:36: Das war so eine Buchserie die an der University McGill herausgekommen ist.
00:03:42: Da sind halt einige seiner Gedichte von ihm vorgetragen Und dann, ein Jahr später, in der er tatsächlich auch erste Lesungen in Montrealer Cafés gegeben hat.
00:03:55: Wo er dann seine Texte vorgetragen hat und in diesem Zeitraum hatte er einen seiner großen Helden, nämlich Jack Kerouac kennengelernt.
00:04:04: Das ist der Beat-Poet der damaligen Generation schlechthin.
00:04:13: Mit dem Abschluss und mit diesen ersten literarischen Anfängen begonnen auch noch im älterlichen bzw.
00:04:20: familiären Begleitungsunternehmen seines Onkels gearbeitet, hat dann auch tatsächlich – das ist auch ein Kuriosum – einen damals bis vor paar Jahren unveröffentlichten Roman A Ballad of Leppers geschrieben Und dieses Teil hat es lange, lange Zeit.
00:04:43: Seltsamerweise nicht an der McGill-Universität in Montreal sondern an der University of Toronto waren die dort im Archiv.
00:04:51: Manuskript war im Archive gelagert.
00:04:53: Ich hatte einmal einen Trip nach Toronto und habe dort auch nachgefragt ob man das mal einsehen konnte Und das konnte man tatsächlich.
00:05:05: Und bis zu einer gewissen Zeit, heute ist es nicht mehr der Fall, konnte man sich da auch Kopien davon machen und hat dann tatsächlich das Original-Manuskript eines Lennart Kohns dort zu lesen bekommen.
00:05:20: Das waren so die ersten literarischen Anfänge aber bis jetzt dann zu diesem ersten Album gekommen ist vielleicht doch noch ein paar kleine, ich sage mal Rahmendaten.
00:05:30: In diesem Zeitraum hat er auch, das war im Jahre neunundfünfzig in Stibendium bekommen für kreatives Schreiben und zwar in London.
00:05:39: Dort hatte dann in der Hamstreet High Street gewohnt und kaufte sich dort auch so seine erste berühmte Schreibmaschine.
00:05:47: Das war eine alte Olivetti-Zweinzwanzig also richtig schönes altes Klapperteil, die ich tatsächlich
00:05:54: selbst besitze.
00:05:55: Oh, sehr
00:05:56: schön.
00:05:57: Ein wunderbares Exemplar davon habe ich von der Olivetti ein ganz tolles komplett mit allem Zubehör.
00:06:04: Das sieht aus wie neu unglaublich.
00:06:07: Kennst du ja den Sound dieser Schreibmaschine?
00:06:10: Ja
00:06:10: natürlich und ich schreibe auch Texte damit weil es einfach herrlich ist
00:06:15: Und es gibt ja auch wirklich schöne Bilder auf den Plattenkavern, wo er praktisch da sitzt und an der Olivetti schreibt.
00:06:22: Die hat er dann mit nach Hydra genommen.
00:06:25: Das war tatsächlich die große Kehrtwende, woher von London nach Hydragrichenland ausgewandert ist.
00:06:40: Ist aber seit neunzehntzig von Hydra immer wieder ... Ständig zwischen dem Hydra und Montreal quasi hat er praktisch ständig ist er hin- und her gereist.
00:06:52: Und hat aber dann auch tatsächlich Bücher veröffentlicht, wie zum Beispiel seinen zweiten Gedichtband Spicebox of Earth.
00:07:02: Danach ist er nach Kuba gereist und hat dann Zwohnsechzig zum ersten Mal auch so eine kleine Trendwende Japanischen Zen-Meister Sasaki kennengelernt und das war so auch der Beginn für das Interesse, für andere Religionen sag ich mal.
00:07:24: Er ist ja ein geborener Jude was man in seinen Texten natürlich in vielen fast allen Texten herauslesen kann aber er war halt immer offen für andere Religion.
00:07:37: wir werden auch an dem einen oder anderen Song was von Lennart Kohn eigentlich unbekannt ist.
00:07:44: Es sind auch zwei Songtexte, die islamischen Hintergrund haben.
00:07:48: So ist es auch hochinteressant aber natürlich sehr viel Zen-Budismus.
00:07:52: Und in nineteen sechzig hat er dann seinen ersten Roman The Favourite Game also das Lieblingsspiel herausgebracht und dafür hat er tatsächlich den CBC Preis bekommen oder fünfhundert Dollar dafür bekommen.
00:08:08: Das ist nicht nur in Kanada erschienen sondern auch in England.
00:08:13: Da merkt man auch schon sehr viel, wie Kohn mit all dem was ihn immer irgendwie beschäftigt hat.
00:08:23: Dieser innere Struggle nenne ich das jetzt mal also alles so Schmerz Verlust Angst Schuld Einsamkeit Liebe Also dass was man Kohn immer gerne so bisschen nachsagt nämlich diese Melancholie.
00:08:37: Aber wenn man sein Lieblingsspiel liest, woher praktisch so ein alter Ego ... Also das sind zwei Personen die da eine Rolle spielen.
00:08:45: Nämlich der Granz und der Prayfman.
00:08:46: Das sind so zwei Kumpels in den fünftiger, sechziger Jahren, die praktisch Montreal-by-Night unsicher machen.
00:08:55: Und er erzählt auch sehr viel aus seiner Heimat über seine Wurzeln.
00:09:00: Und das fließt irgendwann ... später.
00:09:02: Ich hole jetzt sehr, sehr weit aus ich weiß aber das spielt dann alles sehr später in die Songs mit hinein.
00:09:09: und auf Hydra, wo er immer wieder hin- und hergefahren ist hat er natürlich auch so seine große Liebe Marion Eelen kennengelernt und hat dann auch dort einen weiteren Roman nämlich Beautiful Losers begonnen.
00:09:30: Dann sind wir schon Mitte der sechziger Jahre und dann hat er dann auch irgendwann mal, ich sage jetzt mal den Kontakt zu Musikern bekommen weil er halt eben dann auch Irgendwann mal so in New York hängen geblieben ist.
00:09:48: Weil er fuhr tatsächlich nach dem zweiten Roman fuhr ja nach Nashville.
00:09:56: Tipp bekommen, wenn du Musik machen willst, geh doch mal nach Nashville.
00:10:01: und Musik wollte er eigentlich.
00:10:03: Und das ist eigentlich so die Quintessenz auf dich jetzt mit einer langen Vorrede hinaus will.
00:10:08: Er hat dann irgendwann festgestellt mit seinen Gedichtbänden und mit seinen zwei Romanen davon kann er nicht leben.
00:10:15: Er hatte zwar Anerkennung bekommen.
00:10:19: um Preise gewonnen.
00:10:21: Er war so der Geheimtipp, er war in der Zeit als der Montrealer Bob Dylan bekannt geworden aber ... hat damit kein Geld verdient und ...
00:10:33: Wenn ich da vielleicht kurz einhagen darf?
00:10:35: Weil
00:10:36: sonst höre ich nicht mehr auf!
00:10:38: Tatsächlich finde ich das ja auch sehr interessant und ich erzähle das auch immer ganz gerne auf der Bühne weil Er hat großartige Bücher und Gedichte geschrieben, aber er war halt weiter von entfernt davon zu leben.
00:10:52: Wie du es auch sagst ... Ich stell mir da immer vor, dass es gibt so eine Mutter und der Sohn möchte Schriftsteller werden.
00:11:03: Und die Mutter sagt dann um Himmels Willen, jetzt will er Schriftställer werden.
00:11:09: Sagt dann aber Es ist mein Sohn und ich liebe ihn über alles, komm!
00:11:13: probier es einfach.
00:11:14: und so.
00:11:15: nach ein paar jahren kommt dann dieser junge zur mutter zurück und sagt mutter du hattest zu recht das mit der schriftstellerei das war gar nix.
00:11:24: und die mutter sagt god sei dank mein jung was machst du denn jetzt?
00:11:31: und er sagt na jetzt mache ich musik.
00:11:34: dass Ist eine sehr lustige Geschichte, die ich mir immer so vorstelle.
00:11:38: Aber tatsächlich er hat das gemacht und ich weiß, er ist ganz großer Country-Fan gewesen weswegen er natürlich dann auch Nashville für ihn natürlich auch ne gute Adresse erstmal war.
00:11:54: Er is aber noch nicht nach Nashville, aber diese, ich dachte mal, diese Countryliebe, die wir ja auch in späteren Songs immer wieder mal auf verschiedenen Alpen herausgehört haben Nach Nashville ist er noch nicht gegangen.
00:12:06: Er hatte damals sechsundsechzig.
00:12:08: tatsächlich aufgrund dieses Inner Struggles schreiben zu wollen, schreiben zu müssen aus einem inneren Drang heraus aber eben nicht davon leben zu können hat er tatsächlich auch so einen kleinen seelischen Absturz gehabt und da hat er dann auch seine ersten Drogenerfahrungen gemacht und wollte also nach Nashville ist aber tatsächlich in New York hängen geblieben.
00:12:32: Wenn man die Strecke von Montreal nach New York sieht, das sind so dreieinhalb, dreieinfünfzig, vierhundert Meilen.
00:12:37: Das ist ein Auto-Trip von vier, fünf, sechs Stunden.
00:12:43: Ich sag es mal Nordamerikaner in Katzensprung und der wollte halt eben über New York nach Nashville, ist aber tatsächlich in New York hängen geblieben und hat dort dann ... im Chelsea Hotel, ganz große Geschichte.
00:12:57: Da gibt's ja auch ein Song drüber, werden wir noch lange darüber reden und hat dann dort im Chelsea-Hotel erst mal in Zimmer bezogen und hat da auch Janis Joplin und viele andere zum Beispiel Nico von Velvet Underground und Andy Warhol aber auch einen Dillen für sehr viele Künstler der damaligen Zeit kennengelernt und ist dort dann erstmal in die New Yorker Künstlerszene eingetaucht Übrigens auch Kontakt zu Lou Reed von Velvet Underground bekommen, der ihm dann auch die Laudatio für ... ähm ... die ... in den Rock'n'Hall Hall of Fame aufnahmegesprochen hat.
00:13:36: Und ist aber dann immer wieder nach Hydra zurück und Hydra New York Montreal ständig in irgendeiner Art und Weise am Treiben.
00:13:46: Aber wir kommen der Sache näher!
00:13:48: Wir sind schon im Jahr ... am Ende des Jahres, deswegen gibt es tatsächlich zwei Veröffentlichungsdaten.
00:13:57: Meistens wird das Jahr.
00:13:58: in den letzten Jahren, also im Ende Dezember, ist das Album erschienen und war das erste von vierzehn Alben zu seinen Lebzeiten und wir werden fünfzehn alben besprechen und werden halt eben noch das letzte Thanks for the Dance natürlich auch mit aufnehmen.
00:14:18: Sechsundsechzig hat er dann diesen Kontakt über diese New Yorker Künstler-Szene auch zu Judy Collins bekommen.
00:14:28: Die tritt tatsächlich beim Newport Festival mit ihm auf und er hatte eine kleine Liaison dort, mit Johnny Mitchell gehabt.
00:14:38: Und das ist alles so sechsundsächzig, siebenhundsächlich passiert.
00:14:42: Und die Judy Collins, auch einer Johnny Mitchell, die ihn öfter mal in Montreal besucht hat, die auch in seinem Haus war Die beiden haben ihn quasi dazu bewogen, hey, mach doch mal ein Album.
00:14:56: Und die Judy Collins war diejenige, über den wir gleich reden werden, praktisch auch zum ersten Mal aufgenommen hat.
00:15:05: Sie hat ihn öfters angerufen und hat gesagt, hast du neue Texte?
00:15:10: Oder kannst du mir das was vorspielen?
00:15:13: Dann hat er tatsächlich übers Telefon Susanne vorgespielt Super, darf ich das aufnehmen.
00:15:20: Und dann hat sie das als erstes ein Jahr vor der offiziellen Veröffentlichung von Leonard Cohen selbst zum ersten Mal auf einer Platte veröffentlicht.
00:15:30: Das war so die Vorgeschichte zu dem Album.
00:15:34: und vielleicht noch ganz kurz Auf diesem Album sind tatsächlich zehn Songs Also der erste Suzanne, Master Song Winter Lady, The Stranger Song Sisters of Mercy Solong Marion.
00:15:49: Hey that's no way to say goodbye.
00:15:51: Stories on the street Teachers and one of us cannot be wrong.
00:15:55: Das Interessante dabei ist vier dieser Songs handeln von Beziehung zu Frauen
00:16:01: Ja Und dass das den Cohen Kenner verwunderte Das nicht wirklich, denn das war natürlich ein seiner großen Themen immer gewesen.
00:16:16: Jetzt ist es so.
00:16:17: wir haben ja gesagt wir machen das ganze Album von Song eins bis song zehn also quasi.
00:16:23: die heutige Folge dreht sich um den ersten Song auf diesem Album und das ist tatsächlich eben zu sehen.
00:16:33: für mich ist das besonders toll Susanne war ja auch das erste Stück, dass ich von Cone damals – ich habe es in der Pilotfolge erzählt – im Zelt auf Musikkassette gehört hab und so begeistert war von dem Text.
00:16:51: Weil er so rätselhaft ist und weil er so wunderbare Bilder baut und man so viele Dinge darin erkennen kann!
00:17:00: Und naja wenn wir uns jetzt mit Susanne anfangen wollen zu beschäftigen, dann wie wollen wir es denn tun?
00:17:12: Wollen wir tatsächlich den Text durchgehen oder wollen wir einfach mal anfangen darüber zu reden wie Cone überhaupt geschrieben hat.
00:17:24: Ja das Letztere weil ich bin mittlerweile der Meinung Also ich habe auch natürlich viel über Kohn und das Album und Susanne geschrieben, aber mittlerweile gibt es ja unheimlich viele Interpretationen.
00:17:39: Es gibt unheimig viel... Auch ich nenn's jetzt mal Übersetzungsversuche!
00:17:44: Ich würde mir auch nicht anmaßen Lennart Kohns Texte unbedingt ins Deutsche oder in irgendeine andere Sprache wenn das ein anderer ist zu übersetzen.
00:17:53: Ich finde es ist nicht notwendig.
00:17:55: Ich find' es ist bei Lennhard Kohn bewährt wenn man nicht englisch spricht oder versteht, englich zu lernen.
00:18:06: Das ist es wirklich wert weil also ich sag mal seine Sprache ist nicht so schwer dass man sie nicht versteht.
00:18:15: und wenn man sie dann versuchen würde zu übersetzen und ich habe da schon gruselige Übersetzungen lesen müssen Und vor allem das ist das, was mich am meisten immer so stört.
00:18:26: Es geht nicht darum, Kohn zu erklären aber viel schlimmer ist es wenn man Kohn verklärt und ich bin der Meinung man muss diese Texte für sich stehen lassen.
00:18:38: und vielleicht ist es ganz gut gerade am Anfang bei dieser Folge eins und gerade auch bei Suzanne der für mich der Siktion Song schlechthin für Leonard Kohn ist oder neben Halle Julia, der mit Sicherheit eine wahnsinnig hohe Popularität erfahren hat.
00:18:56: Aber Susanne steht eigentlich für all das was Kohn macht.
00:19:01: Er schreibt letztendlich über sich und über seine Erfahrungen, über sein Leben.
00:19:08: er schreibt... Mir hat er mal im Interview gesagt, er ist so ein Reporter des eigenen Ichs!
00:19:14: Und diese Formulierung hat mir sehr gut gefallen.
00:19:17: Aber ich glaube, so was ähnliches hast du auch schon mal in deinen Konzerten gesagt.
00:19:21: Der schreibt eigentlich nur über sich selbst.
00:19:23: Genau also letztendlich... Ich sage es auch immer so viele gehen ihm wirklich auf den Leiben.
00:19:32: jetzt sehr witzig gesprochen weil er natürlich so unglaubliche Bilder fabriziert in seinen Texten aber er verarbeitet ja eigentlich nur sich, aber er macht es so geschickt dass jeder sich drin findet oder dass man irgendwas ganz Großes darin sucht.
00:19:54: Aber letztendlich tatsächlich erschreibt über sich und das ist bei Susanne ist es ja wirklich auch ganz offensichtlich weil diese Person Susan gab es ja oder gibt es tatsächlich.
00:20:06: ich denke sie lebt noch Und es war die Frau eines befreundeten Malers, glaube ich?
00:20:14: Oder eine Sohn.
00:20:17: habe ich sie in Erinnerung?
00:20:18: Genau.
00:20:20: Das ist das was oft auch ein bisschen erklärt wird.
00:20:23: Es gibt tatsächlich zwei Sousins im Leben von Leonard Cohen.
00:20:27: Eine Sousin, dass ist die Mutter seiner beiden Kinder Lorca und Adam Cohen und die Suzanne, die hier mit dem Song Suzanne zu tun hatte.
00:20:39: Lange bevor er tatsächlich die Mutter seiner beiden Kinder später kennengelernt hat ist eigentlich die Suzanne Weonkur eine geborene Verdall.
00:20:51: also es ist nicht die Suzanne Elrod die später der Mutter seiner Kinder wurde, sondern es ist dieses Susanne-Vioncourt.
00:21:00: Ich hoffe, dass ich das richtig ausspreche und eine geborene Susanne werde.
00:21:06: Und sie war eine Freundin aus Montreal, die er kannte Und sie hat ihn öfters auch in Montrealer Cafés getroffen, aber sie hatte keine Liebesbeziehung zu ihm.
00:21:19: Vielleicht eine platonische Freundschaft?
00:21:21: Ja, aber keine Liebsbeziehungen!
00:21:23: Sie war tatsächlich mit jemand anderem zusammen und über das was Kohn mit ihr teilweise erlebt oder gesehen hat – und das finde ich immer ganz schön in diesem einen Text Susan nimmt dich mit zu ihrem Platz am Fluss.
00:21:41: Susan takes you down to the place near the river und da tut er auch diese Bilder schon beginnen lassen, weil dieser Fluss ist der St-Lochensstrom in Montreal Und er war damals in der Altstadt von Montreal die praktisch unten am Hafen liegt.
00:21:59: Da tut er uns mit sehr vielen Bildern quasi verwöhnen die Umgebung von dort auch beschreiben, wenn er z.B.
00:22:11: auch über The Lady of the Haber.
00:22:13: wer in Montreal nicht war oder nicht auf den Spuren von Leonard Coen's Texten mal durch Montreal gezogen ist weiß das net?
00:22:20: The Lady Of the Habers ist eigentlich eine Figur auf einem Turm einer Kirche Mit Blick auf den St.
00:22:28: Lawrence-Strom, die damals letztendlich so die erste große Kontaktaufnahme mit dem Montrealer Hafen war für die Seeleute.
00:22:37: Das heißt wenn die The Lady of the Harbour gesehen haben wussten sie Sie waren zu Hause und das sind Bilder mit denen Leonard Cohen sehr gerne spielt.
00:22:48: Ja ich finde es auch wirklich ganz fantastisch weil nämlich mit diesen Bildern Sie haben ja immer auch noch dann eine zweite Ebene, weil The Lady of the Harbour kann natürlich auch etwas anderes sein.
00:23:01: Also er schafft es damit eben ein Bild aus der Realität in eine neue Ebene zu überführen die den Menschen, die diese Texte hören – auch wenn sie This Lady Of The Harbour wie du jetzt sagst im Original nicht kennen etwas haben, um zu interpretieren.
00:23:19: Was er denn damit sagen möchte.
00:23:21: und das ist was, was ich bei ihm immer wieder sehe.
00:23:26: Das ist wirklich ganz fantastisch und bei Suzanne ist es wirklich ganz besonders stark vertreten.
00:23:32: Genau!
00:23:33: Und auch das, was er auch immer wieder gerne zitiert wird dieses Tee & Oranges.
00:23:38: Das is tatsächlich ein Bild wo man sich denkt mein Gott was soll das?
00:23:42: Ist das eine Symbolik?
00:23:45: Will er damit uns was ganz Besonderes
00:23:50: erklären?".
00:23:51: Nein, will er nicht.
00:23:53: Er erzählt einfach nur, dass die zwei ... Tee getrunken haben und eine Orange geschält haben und dabei gegessen haben.
00:24:01: Das ist einfach ein Bild, das sind Erinnerungen an diese Susanne Und dass er mit ihrer Tee Getrunken hat und eine Orange gegessen hat und das fließt halt eben in diesen Text hinein.
00:24:10: also ich glaube man darf Kohn nicht zu überinterpretieren und Ich verwende gerne tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes in Anführungszeichen folgendes bild für mich es Kohn von Anfang an bis zum Schluss ein Maler.
00:24:29: Ein Maler mit Worten, die er auf eine Leinwand malt in Form seiner Texte und unterstützt natürlich mit Melodien und Rhythmus und seiner Musik.
00:24:41: Und dann lässt der halt einfach ein Bild entstehen.
00:24:45: ja und es ist so wie wenn du in einen Museum gehst und die dir ein Bild anschaust, jeder der sich das anschaut hat da eine andere Interpretation dafür.
00:24:54: Und genau das ist was Lennart Kohn mit seinen Texten tut insbesondere eben mit diesem Sousern-Song.
00:25:04: Das ist das, was ihn letztendlich auch einzigartig macht.
00:25:07: in unserer Folge Zero haben wir ja schon die Parallelen zu Bob Dylan hergestellt.
00:25:12: Ich denke, das sind die beiden, die das in der populären Musik am besten konnten.
00:25:18: Und Kohn ist ... ich sag jetzt mal nicht so produktiv, weil er halt eben nur ein Drittel von den Alpen rausgebracht hat wie Dylan.
00:25:27: aber die arbeiten quasi auf dieselbe Art und Weise.
00:25:30: Sie mahlen Bilder mit Text- und Musik und wir dürfen sie uns anschauen und unsere Gedanken dazu machen.
00:25:36: Ja,
00:25:36: und das Schöne ist wirklich, weil ich finde, ich sehe das wirklich ganz exakt genauso.
00:25:43: Ich vergleiche das auch immer mit einer Melodie.
00:25:48: Mit eine Melodie ohne Text kann einfach nur schön sein und sie macht irgendwas mit einem, aber es ist einfach nur eine Melodie.
00:25:56: Sie sagt überhaupt gar nichts aus!
00:25:58: Sie hat keine Message, sie hat keinen erhobenen Zeigefinger, sie hatte gar nicht.
00:26:02: Es ist einfach noch eine wunderschöne Melodie.
00:26:07: Leonard Cohen die Schönheit der Worte genutzt.
00:26:10: Wirklich, wie Rielke es auch gemacht hat zum Beispiel einfach nur Es waren schöne Worte.
00:26:17: er hat nicht gesagt among sondern amongst.
00:26:20: Das ist alleine Die Ausdrucksweise.
00:26:24: also das dass ist das was mich fasziniert Einfach die Schönheiterworte wie du sagst man muss es nicht verstehen.
00:26:33: Es ist einfach wie ein Gemälde, man schaut es an und es ist einfach wunderschön.
00:26:38: Und das konnte er wirklich in Perfektion meiner Meinung nach sogar noch deutlich besser als Bob Dylan.
00:26:47: Aber da... Das ist natürlich jetzt meine persönliche Meinung.
00:26:50: aber Leonard Cohen hatte diese Schönheit der Worte.
00:26:53: ich glaube damit hat er auch wirklich so.
00:26:55: deswegen hat er solange geringt mit diesen Texten weil jedes einzelne Wort musste genau das Richtige sein Damit es schön klingt, wenn er es spricht oder wenn er singt.
00:27:07: Und das ist wirklich ganz fantastisch und bei Susanne unglaublich gut gelungen.
00:27:12: Genau!
00:27:15: Auch das ist nicht so oft zu lesen und nicht so often bekannt geworden.
00:27:21: Diese Susanne Vaillancourt war ja Tänzerin in Montréal und sie war die Frau eines Montrealer Bildhauers dem Amont-Vaillacourt.
00:27:31: Wenn er sie mal besucht hat, hat der natürlich dort auch Skulpturen und bildhauerische Kunstwerke gesehen.
00:27:37: Und da beschreibt er ja auch in Suzanne diesen markelosen Körper.
00:27:42: Das ist ein Bezug auf eine dieser Statuen die er dort gesehen hat Oder auch, wenn es darum geht mit diesen Tee- und Orangen oder den Blick auf den River.
00:27:56: Das ist tatsächlich so gewesen.
00:27:59: Dort wo die Susanne gewohnt hat ... Wenn er sie besucht hat und aus dem Fenster geschauen hat, hat der einfach den St.
00:28:08: Lawrence Strom gesehen.
00:28:10: Und das sind alles, wie gesagt, das Ganze ist von mir aus eine Lebensgeschichte?
00:28:15: Ja!
00:28:15: Aber nicht eine Liebesgeschichte zu einer Frau, mit der ein Liebesbeziehung hatte.
00:28:22: Sondern zu einer platonischen Liebe und hat einfach in diesem Text von Susanne seine gesamten Erinnerungen an diese Frau zusammengefasst.
00:28:33: Ja ja.
00:28:34: Und auch ... Ich glaube auch im ... Der Text besteht ja aus drei Teilen.
00:28:40: Im zweiten Teil ... Da ist ja dann Jesus, also Jesus ein großes Thema.
00:28:47: Ich glaube auch das wird viel zu wichtig genommen weil ich meine dass es einfach die Gespräche mit Susanne waren.
00:28:56: Er sagt ja immer sie hatten sehr tiefe Gespräche und Sie haben mit Sicherheit sich auch über Gott und die Welt und über Religion Ganz bestimmt.
00:29:10: ist das im zweiten Teil eben auch verarbeitet.
00:29:14: Jesus was a sailor when he walked upon the water, man könnte ja wirklich jetzt vielleicht auch wenn ich jetzt in die Gefahr komme doch interpretieren zu wollen Das Bild in der Bibel.
00:29:26: Ich weiß nicht ob wir wirklich dran glauben sollten dass da jemand übers Wasser gelaufen ist.
00:29:32: Ich möchte jetzt niemandem zu nahe treten Christ und katholischen Glaubens.
00:29:37: Aber das Bild, da bin ich zu viel pragmatisch damit habe ich ein bisschen Probleme.
00:29:45: Das ist vielleicht auch nur über die Jahrhunderte oder Jahrtausende zu einem Bild geworden dass eine Bedeutung hat und er tut das praktisch.
00:29:55: vielleicht damit erklären ja der Jesus war ein Seemann und er konnte halt übers Wasser laufen Mit was?
00:30:03: Auch immer.
00:30:03: Ja, das ist ganz toll und das finde ich auch einen sehr guten Gedanken.
00:30:08: nur glaube ich tatsächlich weil er kommt ja quasi erstellt die Susanne vor.
00:30:14: im ersten Teil erzählt davon wie er sich mit Susanne trifft diese Tee trinken und dass sie so ein bisschen crazy ist.
00:30:24: alles das erzählte er über sie.
00:30:26: und dann kommt da im zweiten Teil direkt Jesus was a sailor when he walked upon the water.
00:30:34: Da könnte ich mir schon vorstellen, dass er eben aus den Gesprächen heraus von Susanne.
00:30:40: Vielleicht haben sie darüber geredet und er hat gesagt ja gut Jesus da ist doch niemals was Wasser gelaufen.
00:30:49: dann war es halt einfach ein Seemann und vielleicht ist das in diesen Gesprächen zu entstanden und der hat es dann so verarbeitet und den Gedanken finde ich eigentlich total Total klasse, weil es macht mir gerade eine richtige Gänsehaut.
00:31:04: Weil ich die beiden richtig sehe wie sie zusammensitzen und reden und philosophieren.
00:31:12: Genau!
00:31:13: Und das war ja also verstärkt wird der dieser... Ich nenn's jetzt mal so sehr, seh' ich auch als so ne Art Traumbild oder ein Bild von einem Traum und für mich hat er ganze Text auch als literarische Vorlage.
00:31:27: bevor es zu einem Lied geworden ist ist das für mich wie gesagt so ein Bild, wo der Dichter der Rockpoet Leonard Cohen seine Susanne auch ein bisschen als half-crazy bezeichnet und von ihr sagt er sei Tee und Orangen aus dem fernen China bringt und anbietet.
00:31:46: Und mit diesen Zeilen, and just when you mean to tell her that you have no love to give her then she gets on a wavelength and lets the river answer That you've always been her lover lässt sich dieses You in diesem Text quasi als das Ich interpretieren In der Art, wie man es erwartet in der großen Liebe.
00:32:15: Sondern eben eher auf so eine Art spirituellen Ebene und deswegen auch ... Also das hat ihm vielleicht auch gereicht!
00:32:26: Vielleicht wollte er gar nicht diese physische Liebe mit ihr haben sondern die geistige Liebe, die platonische Liebe war für ihn in dem Moment genug.
00:32:35: noch dazu wusste ja dass sie verheiratet waren.
00:32:38: Ja und auch da Muss ich vielleicht ganz lustig, weil wenn wir das Lied spielen live muss sich immer kämpfen dass ich diese ganzen Sachen nicht verwechsel.
00:32:51: You can trust her she will trust you.
00:32:55: Das ist einfach nur so eine lustige Anekdote Weil das ist für mich immer ein Kampf und ich habe es schon mehrfach falsch gemacht Und denkt dann immer um Himmels Willen Wenn da jetzt jemand wie du im Publikum sitzt Und mir zuhört, dann kriege ich danach Ärger.
00:33:11: Aber das ist so fantastisch geschrieben von ihm wirklich ganz toll!
00:33:20: Ich wollte auch noch auf die Gesangmelodie und auf die Gitarrenmelodie kommen...
00:33:25: Unbedingt du bist der Musiker von uns?
00:33:27: Ja weil auch da hat er bei Suzanne etwas gemacht zu dem Zeitpunkt so einfach noch gar nicht gehört hat.
00:33:35: Also dieses extrem reduzierte und dieser Wechsel von drei Viertel und vier Vierteln... also es ist ganz geschickt gesetzt, wenn man es so hört meint man es wäre ganz einfach und ganz simpel aber es ist wirklich ganz geschikt gesetzt.
00:33:52: da hat sich da wirklich sehr detailliert Gedanken gemacht und auch das ist etwas dass man bei vielen seinen Songs immer wieder hört.
00:34:02: Man meint, sie werden so einfach aber sie sind bis auf die letzte Kleinigkeit genau gesetzt auch wie diese Gesänge, die Chorgesänge gesetzt sind bei Susanne gleich von Anfang an.
00:34:18: das ist so unglaublich schön gemacht und so detailliert gemacht.
00:34:27: Es ist einfach ein unglaublicher Song, also dass wir mit dem anfangen.
00:34:31: Ist ja schon völlig verrückt
00:34:34: Was das ist richtig aber er steht quasi für was meiner sicht tatsächlich für das gesamtwerk von lenard kohn und Für mich so ein indiz dafür ist Dass er diesen song immer auf jeder Tournee über Jahrzehnte hinweg immer in seinem Programm drin gehabt hat.
00:34:52: Man weiß ja von vielen Künstlern, die dann irgendwann mal sagen oh nee ich möchte jetzt nicht immer nur mit dem einen Song, mit dem ich mal ein Riesenerfolg gehabt habe identifiziert werden.
00:35:01: Ich lasse den mal weg oder ich mag den schon gar nicht mehr.
00:35:04: aber ne er war einer von denen die gesagt haben ne der Song wird gerne gehört und deswegen spiele ich ihn auch.
00:35:11: und er ist mir auch wichtig weil er letztendlich auch für Literarische Basis, von der er kommt steht.
00:35:20: und letztendlich ist er auch auf sehr vielen Alben erschienen.
00:35:25: Also er ist praktisch fast jedem Live-Album mit dabei?
00:35:29: Nein, nicht auf fast jedem sondern auf jedem.
00:35:31: Da
00:35:32: muss ich einhaken!
00:35:32: Er ist nämlich auf Feed Commander Coontour.
00:35:35: da ist leider nicht drauf weil da beschweren sie immer so viele dass er nicht drauf ist.
00:35:40: aber das Sei eine Randnotiz.
00:35:44: Nee, da hast du vollkommen recht und das ist auch ganz wichtig dieser Randnotz.
00:35:48: Aber ich meinte jetzt wirklich tatsächlich diese Cone Live von der Jahr fourneinzig war es oder halt eben auch live at the Isle of Wight Festival Songs from The Road Und natürlich auch dieses letzte Album Life in Dublin.
00:36:05: Also das war immer wichtig dass dieser Song mit dabei ist.
00:36:08: aber Ich habe auch noch ne kleine Anekdote dazu nämlich mit der Veröffentlichung des Textes und auch des Lides.
00:36:18: Übrigens, das gesamte Album ist in New York innerhalb einer Woche eingespielt worden.
00:36:24: Und tatsächlich sind die Rechte an dem Song von Suzanne verloren gegangen.
00:36:32: Genau!
00:36:33: Das ist nämlich das Interessante.
00:36:35: weil ich dich vorhin noch fragen.
00:36:39: Er hat es ja mal auf der Bühne, ich habe irgendwann mal irgendeinen Clip gesehen.
00:36:43: da hat er gesagt die Rechte zu Suzanne hat er abgegeben und hat nie in seinem Leben an Suzanne etwas verdient.
00:36:53: ist das so richtig?
00:36:55: Nicht ganz!
00:36:58: Also es ist tatsächlich so dass er Im Zuge dieser Erstaufnahmen hat er tatsächlich ein Stück Papier unterschrieben, das er nicht sorgfältig genug durchgelesen hatte.
00:37:12: Und damit vertraute er letztendlich einem – ich nenn es jetzt mal Manager Von damals seinen Werk an und verlor quasi, man muss ja immer unterscheiden zwischen Copyrights oder Urheberrechten.
00:37:26: Und Nutzungsrechten.
00:37:27: das heißt also er konnte zwar seinen eigenen Song nutzen weil er halt der Urheba war.
00:37:35: deswegen wurde auch da immer genannt aber die Nutzung rechte des Songs von denen hat er sich letztendlich.
00:37:40: durch diese Unterschrift hat er praktisch die Nutzungsrechte verloren.
00:37:45: Und die hatte der tatsächlich für fünfundzwanzig Jahre verloren und hat dann, als er irgendwann mal wieder ein bisschen Geld gehabt hat und die Möglichkeit hatte, hat er dann seinen eigenen Song in den neunziger Jahren neben zwei drei weiteren wieder zurückgekauft.
00:38:00: Wahnsinn!
00:38:01: Es ist ja auch ... Dazu muss man natürlich auch etwas aufklären dass das Urheberrechten des Nutzungstrechts in Amerika ganz anders ist als hier bei uns.
00:38:12: Hier bei uns ist das Urheberrecht unveräußerbar.
00:38:16: Also, wenn ... was ja auch irgendwo logisch ist, wenn ich ein Stück geschrieben hab, dann bin ich der Urhebernbleibes.
00:38:23: Aber in USA kann man tatsächlich den Nutzung des Urheberechts so rum, kann man sagen irgendwie versuchen auszudrücken, veräußern, was bei uns gar nicht geht.
00:38:34: und das hat er tatsächlich eben für fünfundzwanzig Jahre gemacht.
00:38:39: Genau.
00:38:42: Ja!
00:38:44: Jetzt haben wir ganz viel über Susanne geredet.
00:38:49: Mit welchem Song werden wir denn weitermachen?
00:38:51: Der zweite Song ist...
00:38:54: Mastersong!
00:38:56: Das wird besonders interessant, ich freue mich da wirklich wahnsinnig drauf.
00:39:01: Also ich gebe mal ganz schwer davon aus dass heute sehr viele Menschen sehr viel über Susanne, über den Ursprung und vor allem natürlich über Leonard Cohen gelernt haben dank deiner Wahnsinns Expertise.
00:39:15: Ich bin wirklich ganz begeistert und ich bin gespannt auf der Master Song, denn das ist ein Song bei dem sehr viel interpretiert wird und da es sehr, sehr kryptisch geschrieben ist.
00:39:30: Da werden mir sehr viele Freude haben glaube ich bei diesem Stück.
00:39:38: Eine Sache noch wir haben in der Pilotfolge davon gesprochen dass wir in vierzehn täglichen Abständen immer wieder neue Folgen veröffentlichen.
00:39:47: Wir haben das mal zusammen durchgerechnet, weil es sind hundertfünfzig Folgen und wir kämen mit den Pausen dazwischen auf ... Was sagtest du?
00:39:57: Sechs Jahre?
00:39:58: Ja, fünf bis sechs Jahre.
00:40:00: Das könnte ein bisschen lange sein!
00:40:02: Wir haben also ein neues Konzept entwickelt.
00:40:04: Da
00:40:05: mussten wir noch einmal drüber nachdenken.
00:40:09: Von daher ist es so und wenn ihr jetzt zu sein hört dann könnt ihr direkt weiter hören, denn wir werden immer ganze Staffeln veröffentlichen.
00:40:19: Und eine Staffel ist ein Album.
00:40:21: das heißt mit Veröffentlichung der Pilotfolge und dieser ersten Folge ist die ganze Staffel veröffentlicht.
00:40:32: Ihr könnt also euch zurücklehnen und einfach alle zehn Songs durchhören.
00:40:40: Und in unregelmäßigen Abständen sag ich jetzt einfach mal werden wir immer neue Staffeln, also wieder neue Alben veröffentlichen.
00:40:48: So haben wir es jetzt geplant und ich denke so ist das auch ein ganz guter Plan.
00:40:55: Ein kleines PS hätte ich noch für diejenigen die sich den Song so sehr begeistern können dürfen.
00:41:03: Die dürfen sich gerne der zweiten Strophe ein bisschen widmen.
00:41:07: Und wenn sie jemals mal nach Montreal-Quebec kommen und sich etwas Zeit nehmen, werden Sie feststellen, dass da sehr viele Textzeilen in der Stadt erkennbar sind.
00:41:19: Das heißt, in dieser zweiten Strufe von Suzanne wird eigentlich sehr viel über Lennart-Kohns Geburtsstadt im Montreal erzählt Ebenso, wie es sehr viele Hinweise in dem Roman das Lieblingsspiel gibt.
00:41:35: In dem es auch sehr viele autobiografische Bezüge zu seiner Heimatstadt gibt.
00:41:42: Wahnsinn!
00:41:43: Dann würde ich jetzt vorschlagen... Ihr hört einfach nicht die nächsten Folgen an oder ihr hört sie an und zwar während ihr im Flugzeug sitzt nach Montreal um euch dort die Stadt anzuschauen.
00:41:55: auf alle Fälle freuen wir uns wenn ihr uns weiter folgt.
00:41:59: in dem Podcast würde ich mal sagen und wenn ihr alle Folgen von uns hört macht Werbung für uns, teilt uns auf Facebook, auf Instagram, boahre immer.
00:42:09: Ihr uns teilen könnt und wir hören uns In der nächsten Folge zum Master Song und solange können wir nur sagen bleibt freundlich nämlich Be
00:42:20: Kind.
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